Was ist eine Rauheitsmessung?
Die Rauheitsmessung ist ein Messverfahren aus dem Bereich der Oberflächenmesstechnik zur Bestimmung spezifischer Eigenschaften einer Materialoberfläche. Diese Eigenschaften werden maßgeblich durch das Fertigungsverfahren beeinflusst. So entstehen beispielsweise beim Drehen, Fräsen oder Bohren regelmäßige (periodische) und beim Walzen, Gießen oder Schleifen unregelmäßige (aperiodische) Oberflächenstrukturen. Ebenso haben Maschineneinstellungen oder das Werkzeug (Verschleiß) selbst einen Einfluss auf die Oberflächenstruktur.
Um Oberflächen wiederholbar beurteilen zu können, müssen besondere Prüfverfahren angewandt werden. Das häufigste Messverfahren ist das mechanische Tastschnittverfahren, bei dem mit einer besonders harten Tastspitze die Oberfläche abgetastet wird. Alternativ kommen auch berührungslose optische Messsysteme, wie das optische Koordinatenmessgerät, zum Einsatz, die durch akustische oder elektromagnetische Verfahren ergänzt werden können.
Für eine funktionsgerechte Charakterisierung und Qualitätssicherung ist die Rauheitsmessung entscheidend. Hierbei wird oft die Messstrecke genau definiert und analysiert, um präzise Ergebnisse zu erzielen. Neben der Rauheitsmessung ist auch die Ebenheitsmessung von großer Bedeutung, insbesondere für die Topografiedarstellung der Oberfläche. Dies kann durch optische Methoden unterstützt werden, die detaillierte Schliffbilderstellungen ermöglichen.
Zu diesem Zweck führen wir optische und taktile Rauheitsmessungen nach DIN EN ISO 21920 durch, um eine hohe Qualität und Wiederholbarkeit der Messergebnisse sicherzustellen.